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Skitouren in der Wildschönau

Wir sitzen in der Schönauer Alm. Genießen einen Kaffee oder ein Glas Bier (Weizen dunkel) und reflektieren die schöne Skitour, die hinter uns liegt. Am frühen Nachmittag sind wir vom Breiteggern abgefahren, haben die Wildkarspitze auf der Ostseite umfahren und hatten dann einen kaum verspurten, super coolen Tiefschneehang, wie man ihn auf Skitouren nicht allzu oft

der Lämpersberg vom Breiteggern aus gesehen, man steigt von rechts unten durch den Wald bis in die Bildmitte

dann, rechts der Bildmitte, durch steile Mulden auf die Schulter, Skidepot rechts unterhalb des Gipfels.

Skitouren für Anfänger hatten Petra und René ihre Skitouren (kurz-) Woche in der Wildschönau betitelt Nun, Anfänger waren unsere Teilnehmerrinnen und Teilnehmer nur, als es darum ging, die im Vorjahr bei Johann Schlatter im Gepatsch erlernten Spitzkehren im steilen Gelände und bei eisiger Aufstiegsspur zu rekapitulieren. Nachdem René uns noch mal zeigte, wie die Rückholfeder der Tourenbindung durch den berühmten Kick nach hinten überlistet wird, und nach 2 oder 3 Versuchen, hatten es alle wieder drauf. Gute Skifahrer waren unsere "Anfänger" wohl schon immer.

wir, das sind Martina und Lothar M

René M., Leiter der Skigruppe und Hobbyhüttenwirt

Peter M. links, Bernd L. rechts, Hobbyhüttenwirtin Petra M. 2te von rechts und der Berichterstatter

Ich habe ein altes Buch, - Walter Pause, "Abseits der Piste" (1978) - in dem die Wildschönau (speziell das Feldalphorn) als zauberhaftes Skitourengebiet beschrieben ist und welches uns zu Sylvester 1987 zu einigen Tagen in diesem Teil der Kitzbühler Alpen inspirierte.

Wer, wie ich, Gründungsmitglied der Skigruppe (der DAV-Sektion Frankfurt) ist, wird sich an die herrliche Kammwanderung erinnern, die wir damals zu Fuß machen mußten, weil noch kein Schnee gefallen war. Nun, das Feldlaphorn hatte auch dieses Jahr zu wenig Schnee, aber seinem südlichen Bruder, dem Schwaigberghorn konnten wir an unserem ersten Tourentag aufs Haupt steigen. Abfahrt über steile Gipfelhänge, dann freies Skigelände, zwischendurch auf schmalem Jägerpfad durch einen tiefen Graben. Abenteuer pur.

Am zweiten Tag widmen wir uns dem Lämpersberg, eine Tour über 1200 Höhenmeter. Petra und René haben hervorragende Ortskenntnisse und wissen genau, wo sowohl im Aufstieg wie bei der Abfahrt die einzelne Waldstücke zu passieren sind, die im unteren Teil zwischen die einzelnen Almwiesen eingestreut sind. Auch den Weg durch die oberen steilen Mulden muß man sollte man kennen.

Übrigens, den Aufstieg zum Breieggern verkürzen sich einheimische Skitourengeher, in dem sie ca. 60 Höhenmeter im Wald senkrecht
(naja, sagen wir steil, aber sehr steil) emporsteigen. Auch wir sind diesen Weg gegangen. Skier tragen, Waldboden schneefrei und vereist, Kräfte zehrend, aber herrlich als wir aus dem Wald heraus wieder auf eine nicht gar so steile Almwiese kamen.

Am vierten Tag waren wir auf dem Joel, eine Tour mit Liftunterstützung, und nachmittags Kaffee trinken (und Apfelstrudel) im Skigebiet. Halt mal ein etwas leichterer Tag, warum denn nicht?

Unser Wildschönauer Domizil war eine war eine schöne Privatpension, Zimmer mit Dusche und WC, eine nette Wirtin, selbst Skitourengeherin, die uns mit dem Frühstück verwöhnte und Abendessen in benachbarten guten Restaurants,
eben Skitouren mit Komfort.