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Axams und Sellrain

Buckelpisten statt Tiefschnee - Bruchharsch statt Pulver

Anfang Februar 2011. Bei herrlichem Sonnenschein steigen wir aus der "Fotscher Kurve" über die teils recht stark vereiste Rodelbahn in die Fotsch. Nach einer Kaffeepause im Sonnenschein geht’s auf dem nun deutlich besseren Skiweg weiter und nach ca. 5 Stunden - einschließlich einer weiteren Rast unter der von Martina speziell dafür ausgesuchten Tanne - erreichen wir die Potsdamer Hütte.

Wir drei, Martina, Gerhard und der Berichterstatter werden vom Hüttenwirt Manfred sehr freundlich begrüßt; wir sind an diesem Abend die einzigen Gäste. Wir reden von früher, von den Besuchen der Skigruppe auf der Potsdamer Hütte Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre, im Winter wie im Sommer, von den Hüttenwirten Hertha und Siegfried (siehe DAV-Ffm, Mitteilungsblatt Nr. 2, 1989), von den hinter uns liegenden Tagen in Axams, von der Frankfurter Gruppe, die im vergangen Jahr mit Petra und Renè hier waren, usw. usw.

Ein Hüttenabend voller Romantik und Nostalgie, mit Bersteigerabendessen, mit was leckrem zu trinken und mit einem Obstler vor dem Schlafen gehen auf Kosten des Hauses. Am nächsten Tag dann unsere Skitour zum Roten Kogel, die wegen Schneeproblemen leider nicht als wirklich gut bezeichnet werden kann. Der Gipfelhang war überwiegend schneefrei und bei der Abfahrt kämpften wir ein bißchen gegen Bruchharsch.

Der Grundgedanke, der unserer Skiwochen im Sellrain zu Grunde lag, war Skifahren abseits der Piste im Axamer Skigebiet in Kombination eben mit der Tour zur Potsdamer und zum Roten Kogel. Die Tiefschneehänge in der Lizum waren zu Buckelpisten konvertiert und der erhoffte Pulverschnee am Roten Kogel war schlecht zu fahrender Harsch. Ich meine: schön war's trotzdem. Es hat allen, die mit waren, gut gefallen.

In Axams domizilierten wir im schönen Hotel Neuwirt. Das repräsentative Hotel wird von Christine Bucher liebevoll bereits in der dritten Generation der Familie Bucher geführt. Es wurde von Ihren Großvater anläßlich der ersten Olympiade in Innsbruck im Jahre 1965 erbaut.

Vom Hotel aus fährt man mit dem Skibus bis in die "Kurve" und steigt über die Birgitzer Alm ca. 800 m zum Birgitzköpfle auf. Hier Mittagspause und dann die Tourenabfahrt hinunter nach Götzens, die im unteren Bereich zur knochenharten Kunstschneepiste wird. Mit Skibus in wenigen Minuten zurück nach Axams.

Die traumhafte Axamer Tourenabfahrt vom Lizumer Skigebiet über 1200 Höhenmetern hinunter nach Axams war wegen Schneemangel nicht fahrbar.

Ach ja, in Axams waren wir noch zu sechst, Karin, Albert und Gabi haben leider die Potsdamer Hüttenromantik ausgelassen. Schade.

über den Rücken in der linken Bildmitte steigt
man zum Birgitzköpfle, dann auf Technischen Schnee, hinunter in die Götzener Grube

die eindrucksvolle Tourenabfahrt aus der Lizum, über die man, bei entspechender Schneelage, bis fast vor die Hoteltür fahren könnte