website design software

Elbsandstein- und Osterzgebirge

mit dem Rennrad in Sachsen und Böhmen

 

Ende August 2009. Wir sind an Bord des Schaufelraddampfers Leipzig und schippern von Pillnitz elbaufwärts in die Sächsische Schweiz. Unsere Fahrräder haben wir am Heck des Schiffes unter der Deutschlandflagge abgestellt.

In Rathen verlassen wir die Leipzig und begeben uns auf dem gut ausgebauten Elberadweg auf die Rückfahrt nach Dresden. Ich frage mich, wo gefällt es mir besser, im Mittelrheintal, bei "taltotal" in Bacharach bei einem Riesling oder in Wehlen unter der Bastei bei einem Radeberger, ich möchte beides nicht aus meinen Erinnerungen streichen.

 

In Pirna wechseln wir auf das linke Elbeufer und erreichen ohne sonderliche Anstrengungen, vorbei an Heidenau, das Gartenrestaurant an der Pillnitzer Fähre. Nach einer Kaffeepause sind es dann noch 15 oder 20 min bis zu unserem Hotel (Prinz-Eugen) in Laubegast.

Gestern war ich im Osterzgebirge. (Christel war in Dresden zum Shoppen) Bei herrlichem Spätsommerwetter per Eisenbahn (Müglitztalbahn ab Heidenau) nach Altenberg, dann über die B172 nach Dubi. Wo früher endlose LKW-Kolonnen auf ihre Zollabfertigung warteten, haben wir heute eine Traumabfahrt hinunter nach Böhmen bei ganz wenig Auto- (und sonstigem) Verkehr. Dann auf einer ganz verkehrsarmen Straße mit recht gutem Asphalt über Mikulov fast 500 Höhenmeter hinauf zum Stürmer, mit 870 Metern einer der höchsten Berge im Osterzgebirge. Die Straße braucht den Vergleich mit einer Hochgebirgs-Paßstraße nicht zu scheuen. Na, sagen wir ein kleiner Paß, etwa in den Bayrischen Voralpen.

Anfang der 90ger Jahre, in meiner Dresdener Zeit; bin ich 2 oder 3 mal hier heraufgefahren, was hat sich seit dieser Zeit geändert? Nun, das alpine Skigebiet bei Mikulov hat man wohl ein bißchen ausgebaut, herrliche und, (wie mir scheint recht steile) Mittelgebirgsabfahrten ziehen von Stürmer herunter, der eine oder andere Lift wurde wohl modernisiert und es gibt vermutlich Kunstschnee, genau wie bei uns im Hochsauerland. Wie gerne würde ich da mal mit meinen Alpinski runterfahren.

Oben am Stürmer die bekannte großartige Sicht nach Ost und West entlang des tschechischen Erzgebirges und auf die vorgelagerten kegelförmigen Berge vulkanischen Ursprungs. Ich genieße ein böhmisches Bier gegen den Radfahrerdurst und zur Einstimmung auf die weite Rückfahrt nach Dresden.

Nove Mesto, Moldava, Rehefeld, Altenberg, Schellerhau, Bärenburg, Schmiedeberg, Reinhardsgrimma, Kreischa und Lockwitz. Wie oft war ich hier mit MountainBike oder Rennrad oder im Winter mit Langlaufski unterwegs. Am Wochenende mit Christel, oder abends nach einem anstrengenden Arbeitstag alleine oder mit meinem Dresdner Freund Lutz, der das radfahren und skilaufen genau so liebte wie ich und der so viel zu früh gestorben ist.

Und wie gut hat mir jetzt mal wieder diese Fahrt mit ihrer (wie ich meine) genialen Streckenführung gefallen.