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Januar 2009
Als wir uns an der Grimmialm zum Aufstieg fertig machen, beobachten wir eine Gruppe von ca. 30 Jugendlichen, die Schneeschuhe anlegen. An überdimensionierten Rucksäcken haben sie moderne Skihelme befestigt. Schneeschuhgehen und Skihelme, wie passt das zusammen? Dann erkennen wir, daß es sich um eine Gruppe Gleitschirmflieger handelt, die, genau wie wir, den Aufstieg zum Rauflihorn in Angriff nehmen.
Während des Frühstücks im Gasthof Bergli an unserem letzten Tag im Diemtigtal gab es überraschend den Vorschlag, statt Abendberg und Pfaffe, die Hausberge des Berglis, das Rauflihorn anzugehnen, ein Tourenvorschlag, der genau mit dem stillen Wunsch des Berichterstatters übereinstimmte, war ich doch genau vor 19 Jahren schon mal zusammen mit Dagmar und Gerhard am Rauflihorn mit Tourenski und Fellen unterwegs.
20 Jahre Skigruppe DAV Sektion Frankfurt gehen mir bei 1100 Hm Aufstieg durch den Kopf. Wie oft war ich mit langjährigen Freunden unterwegs. Wertvolle Erinnerungen an unzählige Berge im Winter wie im Sommer in allen Alpenländern und in unseren Mittelgebirgen. Ich reflektiere die Eiskurse auf unserer Rauhekopfhütte, das Klettern im Morgenbachtal, die großen Duchquerungen (Ötztaler, Ortler und Bernina), die Touren mit den Freunden der Sektion Tödi, Sonnenschein und Regen (Rhön 2008), gemütliche Abende mit Freunden etc., etc.
Oben auf dem Rauflihorn haben wir Gelegenheit, mit den Flugleitern der ca. 30 Gleitschirmfliegern einige Worte zu wechseln. Wir erfahren, daß es sich um Jugendliche mit sozial problematischem Hintergrund handelt, die das Gleitschirmfliegen als erlebnispädagogische Maßnahme betreiben. Erlebnispädagogik und Landschaftserlebnis-Sport, zwei verwandte Themen!
Unser Landschaftserlebnis waren 6 hochkarätige Skitouren im Diemtigtal, eine diesmal von Angelika Mähs angebotene und organisierte Skitourenwoche. Wir sehen unsere Skigipfel der vergangenen Tage: Turne, Abendberg und Niederhorn, Galmschibe und Drümännler, Fromattgrat und (der etwas kleinere) Meniggrat.
Nachmittags machen wir Kaffeepause im Traditionsgasthof Tiermatti, in dem die Skigruppe seit vielen Jahren Stammgast ist.
Ich selbst werde morgen noch mal am Niederhorn unterwegs sein und bin dann abends einziger und verwöhnter Gast im Berglibei Familie Klossner, denen wir ganz herzlich für die liebevolle Bewirtung danken.
Schade, daß eine solche Woche so schnell zu Ende geht.
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